Samstag, 14. Juni 2014
 
KjG heißt etwas mitzunehmen – der Abschlussgottesdienst

Sehr gut gefüllt war die Kapelle beim Abschlussgottesdienst am Samstagabend. Ein Buko-Chor unter der fachkundigen Leitung von Isabell Gayer (Speyer) hatte vorher sich spontan zusammengefunden, um den Gottesdienst mit vielen Liedern mitzugestalten.

Das Vorbereitungsteam aus Ina, Lisa, Eva-Maria und dem Münchener Geist Stefan Fischbach startete den Gottesdienst mit Bibelzitaten. Sie erklärten, was ihnen an diesen Zitaten wichtig ist und bezogen dies auch auf die KjG. Themen waren Liebe, Gemeinschaft, die Möglichkeit, Jesus nachfolgen zu können und Menschen auf diesem Weg zu fischen und mitzunehmen.

Auch der Rahmen, der die KjG zusammenhält, wurde thematisiert. Dargestellt wurde dieser Rahmen durch einen Seelenbohrer, den die Teilnehmenden mit kleinen Geschenken ausfüllten. Am Ende der Messe durften sie sich dann aus dem Seelenbohrer-Rahmen wieder ein Geschenk mit hinausnehmen. Denn KjG bedeutet auch immer, wieder etwas zurück zu bekommen.
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Anträge, Anträge, Anträge: Der Samstagnachmittag

Der Samstagnachmittag wurde vollständig mit der Diskussion mehrerer Anträge gefüllt. Zunächst wurde Antrag 2: „Sexuelle Vielfalt in der KjG“ erneut aufgegriffen und lange diskutiert. Der DV Köln stellte einen Alternativantrag vor, in dem einige Bereiche umstrukturiert und konkretisiert waren –  der Handlungsbedarf der KjG müsse klar erkennbar sein. Auch die Diözesen Rottenburg-Stuttgart und Paderborn brachten einen Alternativantrag ein, in dem sie die Vertagung des Themas forderten.  Dieser Antrag wurde mit knapp über 40 Stimmen angenommen. Nach der Erarbeitung eines Strategieplans und Rücksprachen mit der Bundesleitung, KjGay, dem DV Osnabrück als ursprünglichem Antragsteller und Theolog*innen, soll nun bis zum Bundesrat im Herbst ein Positionspapier erarbeitet werden.

Anschließend wurde der Antrag des AK Mitgliedergewinnung vorgestellt und behandelt. Dieser sieht vor, KjG-Pfarreien durch insgesamt 50 000 Euro sowie mit Informationsmaterial bei der Mitgliedergewinnung zu unterstützen. Auch zu diesem Antrag gab es eine Alternative des DV Köln, der sich wünscht, dass die Bundesleitung Konzepte erarbeitet, die dann von den Gemeinden aufgegriffen werden können. Nach längeren Diskussionen und Mauschelpausen wurde dieser Alternativantrag abgelehnt, und das Plenum widmete sich der Beratung des Originalantrages, der nach intensiver Diskussion und verschiedenen Änderungsanträgen schließlich nahezu einstimmig angenommen wurde.

Antrag  9 „Einmalige Beitragsverringerung“ wurde nach Annahme eines Geschäftsordnungsantrages auf Nichtbefassung nicht weiter behandelt.  Das letzte große Thema war die Mitgliederdatenbank MiDa. Antrag 7 zum längerfristigen Finanzierungsmodell der MiDa wurde nach kurzer Debatte verschoben, um den DV Rottenburg-Stuttgart die Möglichkeit zu geben, einen Änderungsantrag auszuarbeiten. Der verwandte, nachgereichte Antrag „Kombination von MiDa und Mitgliedsausweisen“ wurde in den Sachausschuss MiDa verwiesen.

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Eine Mustersatzung für alle

Neben den Wahlen ging es inhaltlich weiter, und zwar wieder mit der Satzung. So entschied die  Bundeskonferenz, beim nächsten Bundesrat ein Gremium einzurichten, das der Bundesleitung bei der Überprüfung der  anstehenden Satzungsänderungen hilft.


Vor dem Mittagessen wurde zudem der Satzungsänderungsantrag 2 beraten. Die neue Mustersatzung wurde von der Konferenz  nach einigen kleineren Änderungen einstimmig angenommen. Die Mustersatzung hat zwei Zwecke: Zum einen dient sie als Vorlage für mögliche neue Satzungen in den Diözesanverbänden. Zum anderen tritt die Mustersatzung automatisch in Kraft, wenn sich in einer Diözese oder einer Pfarrei ein neuer KjG-Gruppe gründet, in der es noch keine Satzung gibt.

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Wahlen nach Diagramm: Viele Gremien neu besetzt
Die frisch Gewählten Expert*innen des Verwaltungsrates sowie der neue Wahlausschuss (unten)

Der Samstagvormittag stand ganz im Zeichen der Wahlen, allerdings nicht zur Bundesleitung. Hier sind dieses Jahr noch alle Ämter besetzt. Los ging es mit dem Bericht des Wahlausschusses, der besonders für das eigens erstelle Wahldiagramm gelobt wurde.

Zuerst stand die Wahl des Verwaltungsrates an. André Terlinden (DV Münster)und Marc Eickelkamp (DV Paderborn) wurden als Diözesanleitungen gewählt, Andrea Illa (DV München und Freising) und Benedict Martin (DV Köln)  als Expert*innen.  Anschließend wurden Ann-Katrin Koschlik (DV Hamburg), Anika Heckwolf (DV Mainz), Bernd Hirschberger (DV München und Freising) und Roman Leicht (DV Berlin) in den neu konzipierten Sachausschuss Internationales gewählt. 

Und weil ein Wahltag nun einmal nie ohne Unregelmäßigkeiten verläuft, gab es vor der Wahl des Mitgliederausschusses eine Unterbrechung: Nach einer kurzen Mauschelpause wurde die Wahlliste für den Verwaltungsrat erneut eröffnet. Vorher hatte der DV Aachen auf die Wichtigkeit des Gremiums und dessen möglichst volle Besetzung hingewiesen. Die Wahlliste wurde nochmal eröffnet und daraufhin Eva Dietzfelbinger (DV Rottenburg-Stuttgart) als DL und Katharina Schwellenbach (DV Köln) als Expertin zusätzlich in den Verwaltungsrat gewählt wurden.

Für den im letzten Jahr eingerichteten Ausschuss Mitgliedschaft konnte leider kein Kandidat für die freie männliche Stelle gefunden werden. Zur BDKJ Hauptversammlung sind Julia Niedermayer (DV Freiburg), Marc Eickelkamp (DV Paderborn) und Lisa Buchenberg (DV Augsburg) als Delegierte entsendet. In der Bundesfrauenkonferenz des BDKJ werden wir von Katharina Pütterich (DV Bamberg) und  Annika Triller (DV Köln) vertreten.

In den  Bundeswahlabschluss wurden im ersten Wahlgang Eva Jelen (DV München und Freising) und David Faßbender (DV Essen) gewählt. Im zweiten Wahlgang wählte die Bundeskonferenz Stefan Hofknecht (DV Bamberg) hinzu.
Wir bedanken uns bei allen Kandidaten und wüschen allen Gewählten viel Erfolg in ihren neuen Ämtern.

Detaillierte Wahlergebnisse gibt es hier: http://www.kjg.de/index.php?id=785
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