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KJG - GREMIEN
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Bayrischer Abend / Spendenaktion

„o’zapftis!“ hieß es traditionellerweise am Donnerstagabend um 23Uhr.
Der bayrische Abend konnte beginnen. Bei frisch gezapftem Augustiner, Käse, Trauben und natürlich vielen Bayerinnern und Bayern in Dirndln und Lederhosen wurde getanzt – zum Glück nicht zu Blasmusik -  bis in die frühen Morgenstunden. 


Der Internationale Ausschuss nutzte den bayrischen Abend für seine alljährliche Märkchen-Spendenaktion. Auch dieses Jahr geht das Geld wieder an Oxfam: Für nur 47€ gibt es etwa ein Klimaretter-Kitt.  Der Internationale Ausschuss hat sich allerdings höher Ziele gesetzt: Mit 196€ Spenden könnten die Buko-Teilnehmer dafür sorgen, dass sauberes Trinkwasser für 100 Menschen sichergestellt wird.


Um das Spendenaufkommen zu steigern hat sich der Internationale Ausschuss noch etwas Besonderes überlegt: „international verkleidet“ posiert er mit allen Spendenwilligen vor der Kamera. Ein Best-Of der Spendenfotos wird zum Ende des Wochenendes mit der Bekanntgabe der Spendensumme präsentiert.

Gender-Workshop: Erfahrungsbericht eines Buko-Online-Redakteurs

Der Donnerstagabend der BuKo stand ganz unter dem Motto Gender. Hierzu wurden diverse Workshops angeboten.

Unter anderem hatten die Konferenzteilnehmer die Möglichkeit etwas zum Thema Gender Mainstreaming zu hören. Referentin Ulrike Bergmeir erzählte zu Beginn ein paar allgemeine Infos hierzu (Was bedeutet Gender Mainstreaming genau, welche Ziele hat es…). Im Anschluss stellte sie uns eine Methode vor, in Form eines Gender-Quiz. Hier konnten die Teilnehmer Zettel mit Fragen ziehen, welche es zunächst zu beantworten gab, wie zum Beispiel: Gab es schon einmal eine Bundespräsidentin? (Antwort: Nein). Nachdem jede Frage gelöst wurde, folgte eine kurz Meinungsrunde, welche die Hintergründe für Aussagen erläutern sollte, und womöglich sogar Lösungsansätze liefern sollte. Die Fragen, sowie zahlreiche weitere Methoden und Infos finden sich in den ausliegenden Arbeitshilfen.

Da der thematische Einstieg kurz aber informativ und die Gesprächsrunden interessant und aufschlussreich waren, lässt sich sagen, dass es für alle Beteiligten eine durchwegs lohnende Zeitinvestition war.

Im darauf folgenden Zeitfenster besuchte ich einen Workshop, der sich speziell mit Methoden aus dem „Kursknacker“ zum Thema Gender beschäftigte. Hier versammelte sich ein eher kleiner Personenkreis, doch das störte Referentin Eva Jelen nicht und so startete sie sogleich mit einer kleinen Einstiegsmethode. Hierfür wurde im Zimmer ein gedachter Strich gezogen, der den Raum in eine Mädchen- und eine Jungenhälfte unterteilte. Die Teilnehmer konnten nun nach Belieben durch das Zimmer schreiten, jedoch sollten sie, je nachdem in welchem „Zimmer“ sie standen, sich entsprechend wie Mädchen oder Jungen benehmen. Schnell wurden dabei Klischees bedient: So wurde in beiden Hälften des Raumes über Fußball geredet, wobei in der einen Hälfte der Sport im Vordergrund stand, in der anderen hingegen die Attraktivität einzelner Spieler.

Nachdem kurz reflektiert wurde, inwiefern die Darstellungsweise die tatsächlichen Verhältnisse wiederspiegelt, ging es weiter mit der nächsten Methode. Bei dieser sollten wir in unseren Erinnerungen kramen und überlegen, ob wir in Bezug auf verschiedene Situation oder Bereiche eher als Mädchen oder als Junge erzogen wurden. Hilfreiche Fragen waren hierbei: Was für Klamotten hatte ich als Kind? Mit wem durfte ich spielen? Was für Spielzeug gab es? Bekam ich geschlechtertypische Sprüche zu hören?

Das Ergebnis war aufgrund der kleinen Teilnehmerzahl weniger differenziert und aussagekräftig, aber dennoch interessant und witzig. Von daher ein positives Feedback für einen kleinen aber feinen Workshop, indem die Teilnehmer eine tolle Methode kennenlernen durften, die sich speziell für die Kursarbeit gut eignet.

Kandidatengespräch mit Peter Dübbert

Dieses Jahr gibt es auf BuKo das Amt der geschäftsführenden Bundesleitung zu wählen. Einer der beiden Kandidaten hat allerdings noch vor Beginn der BuKo seine Kandidatur zurückgezogen, so dass nur Peter Dübbert für das Amt kandidiert.

Peter ist Jahrgang 73, verheiratet, 3 Kinder, aus Solingen und von klein auf Pfadfinder. Seit 2005 ist er Geschäftsführer der DPSG im DV Köln, betreut dort ca. 8000 Mitglieder sowie einen Kindergarten, eine offene Ganztagsgrundschule und ein Selbstversorgerhaus.

Seine Motivation nun für dieses Amt zu kandidieren, kommt daher, dass er bei der DPSG nach acht Jahren so ziemlich alles gesehen hat, was es zu sehen gibt und nun neue Herausforderungen und  Aufgaben sucht. Als geschäftsführende BL wäre auch die Arbeit auf einer höheren Ebene als bisher möglich, wodurch sich neue Perspektiven für ihn eröffnen. Persönlich erhofft er sich von einem Wechsel in die KjG mehr Toleranz für offene Strukturen und Basisdemokratie zu lernen.

Die altbekannten Rivalitäten zwischen KjG und DPSG vergleicht er mit denen zwischen Dortmund und Köln – irgendwo mag es wahr sein, aber in vielen Bereichen wollen wir auch das gleiche.

Seiner Vision nach ist die KjG ein Haufen vieler bunter Farben, die gerne in einen Regenbogen wollen. Jeder behält seine Freiheit, findet sich aber wieder im gemeinsamen Großen und Ganzen.

Ganz konkrete Ideen, die er gerne verwirklichen möchte, sind z.B. ein bundesweites Großevent.

Abends mischte er sich dann noch beim Bayern-Abend unter das tanzende Volk.

 

Hier die ausführliche Kandidatenvorstellung

Donnerstagnachmittag: Corporate Design und vieles mehr

Auch am Donnerstagnachmittag wurde viel diskutiert. Eingangs widmete Simon Rapp vom BDKJ Bundesvorstand uns einige Worte und erwähnte nebenbei, dass sich bereits 3789 Aktionsgruppen für die 72h-Aktion angemeldet haben. Damit wird es die größte Sozialaktion werden, die die Bundesrepublik je erlebt hat!

Anschließen wurde der Antrag 2, das kinder- und jugendpolitische Grundlagenpapier wieder geöffnet. Für viele Delegierte war hierbei problematisch ob und inwiefern ein solches Grundlagenpapier die Grundlagen und Ziele ergänzt oder durch ebendiese überflüssig ist. Auch Unklarheiten bezüglich Richtung und Aussage des Papiers erschwerten die Diskussion. Nach mehreren Trendvoten wurde deutlich, dass eine Kleingruppenarbeit zu den einzelnen Inhaltspunkten aktuell nicht gewinnbringend ist. Der Tagesordnungspunkt wurde geschlossen und die BL wird das weitere Vorgehen besprechen.

 

Anschließend wurde im Zuge des Corporate Design-Entwicklungs-Prozesses das neue Seelenbohrer-Design mit leicht veränderter Farbgebung und passenden neuen Mitgliedsausweisen präsentiert. Wie auch in den Jahren zuvor ist das Thema auch auf dieser Buko ein großer Streitpunkt.  Eine Einigung ist zurzeit nicht in Sicht.Viele DVs möchten am bisherigen Seelenbohrer-Design festhalten. Dementsprechend gab es Beschwerde: Die BL hielte zu sehr an ihrem eigenen Vorschlag fest und würde keine Alternativen präsentieren. Auch in diesem Fall wird die BL beraten, wie nun weiter mit dem Thema umzugehen ist.

 

Die Berichte des Sachausschuss Geschlechterpolitik und -pädagogik und des Internationalen Ausschusses verliefen dagegen ohne größere Diskussionen.Abschließend gaben Anne und Nils ein kurzer Überblick über das POLITIX-Projekt, inklusive Rückblick auf das Seminar und Ausblick auf die bisher angemeldeten Projekte und das Abschlussevent.

 

Im Laufe des Abends fand zudem das Kandidatengespräch mit Peter Dübbert, Kandidat für die geschäftsführende Bundesleitung, statt, sowie fünf verschiedene Workshops des Sachausschusses Geschlechterpolitik und -pädagogik rund um die geschlechterspezifische Arbeit.

 

Der heutige Tag klingt dann im Bayerischen Abend aus.

Markt der Möglichkeiten

Dieses Jahr haben wir einen virtuellen Rundgang
durch den Markt der Möglichkeiten für euch vorbereitet. 


So wie jedes Jahr entdeckt man wieder einiges.
Interessantes wie auch Skurriles, haben wir für euch bildlich festgehalten.

Schaut es euch hier an.

Konferenz Donnerstagvormittag

Und da war der Vormittag auch schon vorbei. Der Bericht der BL wurde fertig verlesen und besprochen.  Hierbei wurden vor allem den Themen Fimcap und Kinder- und Jugendpolitik mehrere Redebeiträge gewidmet. Zudem wurde angeregt, das Engagement in der BAG Mädchenpolitik und im Runder Tisch Familie zu überdenken, und nur weiterzuführen, dalls Beteiligung in diesen Gremien auch gewinnbringend für die KjG ist. Auch die „Markenbildung“ , die Mitgliederdatenbank und die Vertretung nach außen wurden rege diskutiert.

Die U18-Wahl und das POLITIX-Projekt wurden ebenfalls besprochen. Bei letzterem sind bisher 4 Projekte bewilligt sind. Es ist allerdings noch genügend finanzieller Spielraum für weitere Projekte vorhanden, da die BL mit ca. zehn Projekten kalkuliert hat. Also fleißig Bewerbungen einschicken!

Der Konferenz-Vormittag endete mit der Einführung in den Antrag 2, dem kinder- und jugendpolitischenGrundlagenpapier. Hierzu gab es bereits im Plenum einige Kritikpunkte, so etwa zu viel Fokus auf uns weniger betreffende Themen wie Tierschutz, aber dafür fehlender Fokus auf Kinder- und Jugendpolitik. Alles deutet auf spannende Diskussionen am Nachmittag hin!

Eröffnungs-Messe


In morgendlicher Frühe versammelten sich die hartgesottenen, der  Müdigkeit trotzenden Teilnehmer der Buo für einen wunderschönen Auftaktgottesdienst,  gehalten von Weihbischof Hauke und dem Münchner DL-Geist Stephan Fischbacher, in der Hardehausener Kapelle. Spontan hat sich gestern Abend noch ein Klavier-Querflöten-Duo für die musikalische Untermalung zusammen gefunden.

In seiner Predigt motivierte uns Bischof Hauke, besonders auf Menschen, die in ihrem Alltag Verzicht und Ablehnung erleben müssen, zuzugehen -  Sei es materieller Verzicht oder Verzicht der Gesellschaft auf Unterstützung. Diese Mitmenschen sollen unsere Unterstützung und Zuneigung  erfahren. Die 72h-Aktion bietet dazu nur eine von vielen anderen Möglichkeiten.

Mit anregenden und motivierenden Worten für alle Anwesenden endete der Gottesdienst und mit Kaffee und gesunden Snacks versorgt, starteten alle in die Konferenz.

„Was keiner wagt, das sollt ihr wagen.

Was keiner sagt , das sagt heraus.

Was keiner denkt, das wagt zu denken.

Was keiner anfängt, das führt aus.

 

Wenn keiner ja sagt, sollt ihr ’s sagen.

Wenn keiner nein sagt, sagt doch nein.

Wenn alle zweifeln, wagt zu glauben.

Wenn alle mittun, steht allein.

 

Wo alle loben, habt Bedenken.

Wo alle spotten, spottet nicht.

Wo alle geizen, wagt zu schenken.

Wo alles dunkel ist, macht Licht.“

(Lothar Zenetti)

 

Schöner kann man doch kaum in die folgende Berichts- und Antragsbesprechung starten.

Hier ein Video mit Impressionen der Messfeier . . .



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