Information en Francais

Information in English
KJG - GREMIEN
HOME > GREMIEN > Bundeskonferenz > Buko2009 > Berichterstattung > Mittwoch, 3. Juni 2009 
Glauben ist wie Harley fahren

Um vier Uhr in der Früh war Weihbischof Hauke aufgestanden, um die 380 Kilometer zur Bundeskonferenz nach Altenberg zu fahren. Hier feierte der Zuständige für die KJG aus der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz mit den Deligierten am Morgen einen Gottesdienst.

Durch das Dunkel hindurch

"Soziales und ehrenamtliches Engagement bringt immer auch Enttäuschungen mit sich", predigte Bischof Hauke und stärkte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in ihrem Tun. Er berichtete von Fällen aus seinem Heimatbistum, in denen Jugendliche sich für ihre christliche Arbeit rechtfertigen müssen. Um sich den herausforderugen zu stellen brauchen sie Motivation. Anschließend sangen die Angesprochenen "Durch das Dunkel hindurch".

Highway to Heaven

Reinhard Hauke verglich den Glauben mit einer Harley-Fahrt, die Füße fest auf dem Boden und den Blick gen Himmel gerichtet. Auch er saß vor kurzem auf einer dieser "Höllenmaschinen". Jetzt weiß er, wie wichtig es ist den Bodenkontakt nicht zu verlieren. /CH

 

Ein Interview mit Weihbischof Hauke findet sich unter "Die Buko in Bild und Ton"

 

BuKo zeigt sich diskussionsfreudig - Rechenschaftsbericht besprochen
Mehr Politik gefordert / Verwendung der Ressourcen hinterfragt / KJG klimapolitisch engagierter

 

Mehr Kirchenpolitik

Das kirchenpolitische Profil der KjG soll gestärkt werden, so das einhellige Votum der Bundeskonferenz zu Beginn des Berichtsteils der Bundesleitung. Die vakante Stelle hatte an dieser Stelle ihren Tribut gefordert, auch wenn etwa die Positionierung hinlänglich der aufgehobenen Exkommunikation der Piusbrüder Gehör fand.

Mehr Berlin

Das Jugendpolitische Seminar soll nach der Exkursion nach Europa nun bestenfalls im Frühjahr 2010 in Berlin stattfinden. Die Bundesleitung wird dies auf Machbarkeit prüfen, stehen doch in dem Jahr etwa mit dem Ökomenischen Kirchentag oder  Lautstark große Projekte an, die die Arbeitskraft stark binden.

Mehr Sinus?

Die Ergebnisse der Sinus-Studie sollen im Bundesverband nicht mehr zentral in Handlungsempfehlungen übersetzt werden. Vielmehr seien die bisherigen Ergebnisse eine Anregung für die Diözesanverbände bei der Ausrichtung der Mitgliederwerbung. Die Erfahrungen könnten dann allerdings auf Bundesebene zusammengeführt werden, stellte Bundesgeschäftsführerin Lisa Eisenbarth fest.

Weniger Geschlechterpädagogik?

"Die Geschlechterpädagogische Arbeit kommt nicht an der Basis an", so Maria Heinz, ehrenamtliche Diözesanleiterein aus dem Diözesanverband Regensburg. Dem nicht zustimmen können die Verantwortlichen im Bundesverband, die Teile der Handreichung Sexualpädagogik speziell für die Pfarrebene, altersgerecht ausgestaltet haben. Außerdem wehrt sich die Leitung gegen Vorwürfe zu viel Ressourcen auf geschlechterspezifische Arbeit verwandt zu haben - schließlich beruht die Arbeit auf gefassten Bundeskonferenzbeschlüssen. Ob nun die in diesem Jahr erstmal obligatorisch eingesetzten geschlechterspezifischen Stimmkarten jedoch zu viel des Guten geschlechtersensibler Arbeit sind, darüber war die Konferenz bis zum Schluss uneins.

Auch zu viel Internationale Arbeit?

Auch um Ressourcen ging es beim Rückblick der internationalen Arbeit: Einzelne Stimmen kritisierten den starken Arbeitseinsatz der Bundesleitung in diesem Themenfeld. Bundeleiter Martin Diem stellte dem die Notwendigkeit internationaler Arbeit gegenüber, die eben auch mit Arbeitstreffen, wie International Visions verbunden ist.

Prima Klima in der KJG

Auch die Bundesstelle wird auf den Prüfstand gestellt. Ein Termin mit einem Energieberater ist schon vereinbart, Ökostrom bezieht das Jugendhaus, in dem die Bundesstelle untergebracht ist, bereits. Eine Kooperation mit MISEREOR ist ebenfalls angedacht, ein Mobilitätsmentoring, um den Kohlendioxidausstoss innerhalb der KJG zu senken, ist auch am Start. Man zeigt sich engagiert, um dem Ziel einer klimaneutralen KJG näher zu kommen.

Mitgliederdatenbank: Datenschutz geht vor

Gut Ding will Weile haben, und endlich wird sie in einzelnen Diözesanverbänden genutzt. Die Rede ist von der internatebasierten Mitgliederdatenbank, mit verschiedenen Zugriffsrechten für Diözesanverbände und Bundesebene. Genau diese Zugriffsrechte waren auch Stein des Anstoßes einiger kritischer Stimmen aus dem Konferenzplenum. Die Bundesleitung konnte beruhigen und versicherte, dass trotz kleinerer Anlaufschwierigkeiten, Datenschutz nur zeitlich am Ende des Datenbankprojekts stehe.

 

/ sm u. apr

Bundesausschussbericht unerwartet heftig

Daran kann sich kaum jemand mehr erinnern: Heftige Diskussionen rund um den Bundesausschussbericht. Während in den letzten Jahren oft eher das Gefühl war, dass der Bericht lediglich durch gewunken wurde, zeigte sich dieses Jahr ein völlig anderes Bild. Fast drängt sich die Frage auf, ob die Delegierten beim Bundesleitungsbericht noch nicht genügend diskutiert hatten.

Entscheidungen kritisch bewertet 

Die Delegierten bewerteten einige Entscheidungen des Bundesausschusses sehr kritisch. Zum einen geht es dabei um Entscheidungen, die die Konferenz-Kultur betreffen. In diesem Jahr wird es kein Fußballspiel geben, die Partys enden früher und beim Grillabend gibt es nur ein Stück Fleisch pro Person.

Heftig angefragt ist die Entscheidung kein bundesweites Zeltlager stattfinden zu lassen. Hier wurde der Antrag von Bundesleitung und Bundesausschuss zu Beginn der Konferenz zurückgezogen. Das Stimmungsbild machte deutlich, dass die Delegierten den Auftrag der letzt jährigen Konferenz für nicht erfüllt hatten. Entspannung an diesem Punkt brachte der Diözesanverband Münster, die die Möglichkeit in Aussicht stellten begrüßender Diözesanverband für ein bundesweites Zeltlager zu sein.

 

emd



newsletter abonnieren
moxie abonnieren





Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken &handeln! Willst du auch an der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos
und Materialien: