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Aufruf an die Regierungen der G 8-Staaten

Nach sachlicher und intensiver Diskussion hat die Bundeskonferenz mit großer Mehrheit von 101 Ja-Stimmen den Antrag zum „Aufruf an die Regierungen der G 8-Staaten“ verabschiedet. [pdf]

Kurz vor dem G 8-Gipfel in Heiligendamm positioniert sich die KJG damit eindeutig in Bezug auf Klimaschutz und Entwicklungspolitik. In ihrem Aufruf fordern die KJGler von den Regierungschefinnen und -chefs der Industrienationen ein stärkeres Engagement für die UN-Milleniumsziele. Dabei geht es der KJG vor allem darum, dass die Industrieländer durch ihre Wirtschaftspolitik den Entwicklungsländern mehr Zukunftschancen eröffnen, wozu auch eine nachhaltige Klimapolitik beiträgt. Eine Lösung der globalen Herausforderungen hält die KJG nur dann für möglich, wenn die Industrienationen ihre wirtschaftlichen Interessen den Zielen von Klimaschutz, Armutsbekämpfung und soziale Gerechtigkeit unterordnen. JG

 

Terminantrag ist abgestimmt

Antragsdiskussion von der ersten Minute an heiß. Bereits die ersten zwei Anträge wurden von der Versammlung heftig diskutiert. Der Änderungsantrag zum Buko-Termin sollte die Zeit zwischen der Großveranstaltung "Utopia" und der Bundeskonferenz 2008 entzerren. Es entstand eine Diskussion über verschiedene Wege und Gründe einer eventuellen Terminverlegung. Diese Diskussion ist deshalb ungewöhnlich, da dieser traditionell zu Anfang behandelte Antrag üblicherweise derjenige ist , der von den Delegierten durchgewunken wird.

Nachdem der Initiativantrag abgelehnt wurde, erhielt der vorgeschlagene Termin der Bundesleitung von 13. Mai bis 18. Mai 2008 in Altenberg mit 69 Ja- und 32 Nein-Stimmen bei 17 Enthaltungen die Mehrheit.   SA

Sexualpädagogik

Begriffe wie „Ficken“, „Blasen“ oder „Analverkehr“ gehören nicht gerade zum Vokabular der KJG. Trotzdem wurde genau damit ein weiterer TOP eröffnet. Das Gremium „Die 6-Gruppe zur Entwicklung von sexualpädagogischen Modulen für die Schulungsarbeit“ bestehend aus Eva-Maria Düring (DV Eichstätt), Annette Müller (DV Köln, „Ich habe mich drei Jahre nur mit Sex beschäftigt.“ – wegen der Doktorarbeit...!), Martin Fischer (DV München und Freising) und Nils Rusche (DV Würzburg) stellte die geplante Arbeitshilfe „Erste allgemeine Verunsicherung“ über Sexualpädagogik in der außerschulischen Bildungsarbeit vor.

 

Zum Einstieg in das Thema spielte die Konferenz „Sex-Scharade“. Pantomimisch wurden Begriffe aus dem Bereich der körperlichen Liebe vom AK dargestellt und von den Konferenzteilnehmern erraten.

 

Die Arbeithilfe wird bestehen aus den Modulen „Come in“ und Vorspiel“, „5, Sex, 7,8 – los geht’s!“, „Bodytalk“, „Jeder macht’s und keiner war’s“, „Sexuelle Vielfalt“, „Entwicklungsland Beziehungen“, „Respekt!“ und „Noch ganz bei Sinnen“, in denen Themen wie biologische Aspekte von Sexualität, sexuelle Ausdrucksformen, Vorstellungen von Beziehungen, Hilfe bei sexualisierter Gewalt u.a. thematisiert werden. Zum Erproben der Arbeitshilfe mit einer reichhaltigen Methodensammlung werden nun Schulungsteams gesucht, die in den DVs die „Erste allgemeine Verunsicherung“ ausprobieren wollen.

Die BuKo äußerte den Wunsch, die Arbeitshilfe in gebundener Buchform zu erstellen und auch zu verlegen. JG

Die Nachrichten des Tages. Heute mit ...

... so, oder so ähnlich wird auch der Lautstark-Gipfel im September in Mainz beginnen. Im Rahmen einer virtuellen, zwei Tage dauernden Nachrichtensendung, werden Kinder aus allen Diözesanverbänden aktiv KJG-Politik gestalten. In Workshops werden Schwerpunkte im Bereich der politischen Arbeit gesetzt. Anschließend wird artikuliert, was Ihnen wichtig ist und Demokratie wird für die Kinder erlebbar.

 

Um sich gebührend auf dieses Ereignis einzustimmen trafen sich die Delegierten der KJG-Bundeskonferenz 2007 heute Nachmittag zu einem Stationenlauf in Kleingruppen. Bei diesem konnten sie schon einmal vorab spielerisch ihre politischen Fähigkeiten unter Beweis stellen:

Neben einem Demonstrationstraining, in dem die Grundfähigkeiten Pfeifen, Sitzblockade und Menschenkette geübt wurden, stand noch Visionen-Würfeln und Politiker-Tabu auf der Agenda. Beim Visionen-Würfeln wurden Ideen von A bis Z, wie „Züge behinderten gerecht gestalten“, artikuliert. Beim Politiker-Tabu zeigte sich schließlich, wer wirklich firm in politischen Vokabeln ist. Wenngleich die Erklärungen doch eher jugendverbandstypisch waren: Wo sonst würde die Bundesversammlung mit Hilfe der BDKJ-Hauptversammlung erklärt werden. Abgerundet wurde der Stationenlauf mit Vorträgen zu Programm und Organisation des Jugendgipfels: Der Gipfel, bei dem über 300 Kinder erwartet werden,steht ganz im Zeichen der Kinder-Interessen. Workshops, Partys, Spiele und sogar eine eigene Veranstaltung im Mainzer Landtag sind geplant. Leider ließ sich am Ende nicht feststellen, welche Gruppe nun am besten auf den Jugendgipfel vorbereitet ist.

 

In der anschließenden Fragerunde konnten Befürchtungen der Delegierten bezüglich Arbeitsweise, Altersgrenze der Teilnehmenden, Zuschüsse und der geplanten Honorarkräfte von der Projektgruppe ausgeräumt werden. Jedoch zeigte sich auch, dass die Herkunft der erwarteten TeilnehmerInnen vermutlich nicht so unterschiedlich sein wird, wie gewünscht. Die Absage vieler Diözesanverbände wurde mit größeren eigenen Veranstaltungen, strukturellen Problemen innerhalb der DVs und mit den Ferienzeiten der südlichen Bundesländer begründet.

 

Falls du nun auch Lust bekommen hast nicht nur als TeilnehmerIn zum Jugendgipfel zu fahren, sondern selber helfen möchtest, trage dich in die Listen auf der Bundeskonferenz ein, oder wende dich an Ilonka Mohr (ilonka.mohr(at)kjg-mainz.de). Und nun: Das Wetter.

KJG pflanzt einen Baum

Am Mittwochnachmittag hieß es für die Bundeskonferenz erneut „mensch.komm – KJG bewegt“. Mit dem beliebten NGL-Oldie „Komm bau ein Haus... pflanz einen Baum...“ stieg man in diesen TOP ein. Innerhalb der Lebensbaum-Pflanzaktion im laufenden Quartal wird nach dem Umzug der Bundesstelle nach Düsseldorf auch ein Baum vor dem neuen Büro gepflanzt werden. Die KJGler sammelten symbolisch auf Baumblättern Punkte wie Zeltlager, Gemeinde und Gesellschaft, Gruppenstunden oder Leiterschulungen, an denen KJG Leben bewegt.

 

Die Lebensbaumaktion nutzte der DV Köln um für das Projekt „Tree-Nation“ Werbung zu machen, das in der Sahara gegen die weitere Ausdehnung der Wüste acht Millionen Bäume pflanzt. Zur Unterstützung des Projektes sollen am Ende der BuKo die nicht verbrauchten Biermarken gesammelt werden. Auf der Projekt-Homepage www.tree-nation.com kann dann jedem einzelnen Baum beim Wachsen zugeschaut werden.

 

Im weiteren Verlauf wurden Zahlen und Fakten zum Projekt „mensch.komm“ vorgestellt wie Informationen zur künftigen Kooperation mit dem Deutschen Caritasverband. Er weist ähnliche Strukturen auf wie die KJG und ist deshalb ein idealer Partner für das kommende Quartal „KJG bewegt Handeln“. Hier sollen Fachleute im Sozialbereich der Caritas gemeinsam mit der KJG benachteiligte Kinder und Jugendliche unterstützen und für die Thematik sensibilisieren.

 

JG

Komm, bau ein Haus
Spielerischer Einstieg mit Baum
Studienteil im Open Space

Im heutigen Studienteil widmeten sich die Delegierten dem Thema „KJG – der Verband in der Gemeinde“. Besonders gestaltete sich dabei die Methode. Im „Open Space-Verfahren“ konnten die einzelnen Teilnehmer thematische Workshops und Ideenschmieden einberufen, die von Interessierten besucht werden konnten. So wurde im Halbstundentakt ein großes Workshopangebot realisiert. Gruppen sponnen Ideen und tauschten aus sich sowohl zu traditionellen Themen wie „Mitgliedergewinnung und -pflege“ oder „Mitgliederbeitragsvermittlung“ als auch spezielleren Inhalten, wie „Ministranten, Kommunionkinder und Firmlinge in der KJG“ oder „Profil und Verbandsbewußtsein in der Gemeinde“.

 

Bundesleiter Matthias Koffler Koffler lobte die Fülle der Ideen und freute sich, so viele Anregungen mitnehmen zu können. Andreas Kastner, Delegierter aus dem Diözesanverband Paderborn, war überzeugt vom Studienteil. „Ich denke schon, dass das ein wichtiges Thema war und die Gemeinde wieder im Blick zu haben. So kann wieder eine Verbindung zwischen den verschiedenen Ebenen wieder intensiviert werden“, urteilt der Westfale. Einig ist er sich mit vielen Teilnehmern, dass die Form gewöhnungsbedürftig sei und ein eher geringes Maß an Verbindlichkeit und Tiefgang beinhalte. Allerdings handele es sich um eine „tolle Form zum Ideensammeln“.

 

SM

 

Gebannte Aufmerksamkeit: Die Methode wird erläutert.


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