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Dienstag, 10. Juni 2014 15:12
Stellungnahme der Bundesleitung zur Arbeitshilfe im Rahmen der jugendpolitischen Aktion YOUrope
Kategorie: Bund

Düsseldorf, 10. Juni 2014

Bundesleitung der Katholischen jungen Gemeinde (KjG):

Stellungnahme zur Arbeitshilfe „Starter-Kit“ im Rahmen der jugendpolitischen Aktion YOUrope


Die Katholische junge Gemeinde (KjG) sieht sich aktuell Vorwürfen ausgesetzt, wir würden uns von grundsätzlichen Positionen der katholischen Glaubens- und Sittenlehre verabschieden. Die Kritik verweist dabei auf einen Text zur jugendpolitischen Aktion „YOUrope“, die der Bundesverband der KjG anlässlich der Europawahl 2014 ins Leben gerufen hat.

 

Die jugendpolitische Aktion „YOUrope“ wurde federführend von dem ehrenamtlich tätigen Internationalen Ausschuss der KjG in Zusammenarbeit mit einem Mitglied der Bundesleitung vorbereitet, erstellt und durchgeführt. Die dazugehörige Arbeitshilfe stellt 13 unterschiedliche Jugendrechte vor, die das Europäische Jugendforum (YFJ) als Diskussionsgrundlage auf europäischer Ebene eingebracht hat.1 Das Europäische Jugendforum ist eine Plattform der nationalen Jugendvertretungen aller europäischen Länder. Die KjG wird über die FIMCAP (Fédération Internationale des Mouvements de Jeunesse Catholique d`Action Paroissiale), unserem internationalen Zusammenschluss, und über  das Deutsche Nationalkomitee für Internationale Jugendarbeit (DNK) darin vertreten.

 

Die KjG fordert ihre Mitglieder mit der Aktion auf, sich kritisch mit diesen Jugendrechten auseinanderzusetzen. Eines dieser europäischen Jugendrechte, das die KjG in ihrer Arbeitshilfe erläutert, ist das „Recht auf sexuelle Selbstbestimmung und Entscheidung über den eigenen Körper“, das nun in der Kritik steht. Interne Kommunikationsprobleme führten dazu, dass bei dem „Recht auf sexuelle Selbstbestimmung und Entscheidung über den eigenen Körper“ die Position der KjG nicht eindeutig erkennbar ist. Im Text selbst wird nicht klar, was die Forderung des Europäischen Jugendforums ist und was die Position der KjG dazu ist. Das hätte so nicht passieren dürfen.

 

Es war und ist nicht Position der KjG, sich für den Schwangerschaftsabbruch und Polygamie einzusetzen. Wir distanzieren uns in aller Deutlichkeit von diesem Vorwurf. Dieser Eindruck hätte nie entstehen dürfen, und wir werden aus diesem Fehler für zukünftige Projekte lernen.

 

Vielmehr stehen wir für das christliche Menschenbild ein und sind überzeugt, dass der Weg einer wertebasierten Sexualpädagogik der richtige ist. In der aktualisierten Ausgabe, wie sie bis zum 6. Juni online zu finden war, haben wir diese Grundhaltung versucht deutlich zu machen. Leider haben diese ergänzenden Texte nicht zur der nötigen Klärung geführt. Daher haben wir uns dazu entschieden, den Teil zum Thema „Sexuelle Selbstbestimmung“ aus den Dokumenten herauszunehmen. Wir bedauern, dass es uns nicht gelungen ist, die Haltung der KjG in der Kürze der Zeit transparent zu machen.

 

Die KjG steht für eine Kinder- und Jugendarbeit, die junge Menschen ernst nimmt, sie darin unterstützt, ihr Leben verantwortlich zu gestalten, und sie bei der Suche nach tragfähigen Lebensentwürfen begleitet. Bei all dem ermutigen wir zu einem selbstverantworteten religiösen Leben und verstehen uns als Kirche in der Lebenswelt von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen.



 

Ergänzung vom 23. Juni 2014:

 

Vom 11. bis 15. Juni trafen sich gut 80 Delegierten aus den unterschiedlichen KjG-Diözesanverbänden zur jährlich statt findenden Bundeskonferenz der KjG. Dieser Rahmen wurde auch genutzt um über die Stellungnahme der Bundesleitung zu beraten. Die Delegierten unterstützen die Position der Bundesleitung und die deutliche Klarstellung.


 




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